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100 Oktan Sprit besser ?

Verfasst: Freitag 23. Mai 2003, 08:33
von rote Zora
Sagt mal, die Tankstelle mit der Muschel hat doch jetzt diesen 100 Oktan Sprit neu im Programm.

Ist es ratsam diesen jetzt zu tanken und hätte es Auswirkungen auf den (doch ziemlich hohen) Spritverbrauch? :?:

Verfasst: Freitag 23. Mai 2003, 16:41
von The_Beetledriver
WOW

Sylvia stellt meine Fragen, hast du gut gemacht!!! :lol:

Verfasst: Sonntag 25. Mai 2003, 12:55
von Lony
Ich habe "gehört" , dass die Motor- und Abgastemperatur (vor allem bei Turbomotoren) erschreckend steigen. Das könnte man mit einem VAG-COM messen, was ich aber bis jetzt noch nicht gemacht habe. Seitdem tanke ich "nur" Super Plus (98 oktan) und verzichte auf Optimax o.ä. Der Verbrauch sinkt damit ein wenig und ich spare mir die paar Cent / Liter. Wie es sich mit den 1,6 oder 2,0 Motoren verhält kann ich nicht sagen, bestimmt hat Manfred auch noch 'nen Tipp :D

Gruss
Pierre

Verfasst: Sonntag 25. Mai 2003, 14:37
von The_Beetledriver
Danke,

was mich wundert das ich bis jetzt noch in keiner Autozeitung einen Test über den Spritt gelesen habe! Damals als Optimax raus kam waren ja alle Zeitungen voll damit!

Verfasst: Sonntag 25. Mai 2003, 15:20
von The_Beetledriver
Bei Shell.de gefunden...

Shell V-Power: Neuer Kraftstoff mit garantierten 100 Oktan

Schumacher: "Shell V-Power ist der beste Kraftstoff, den ich je gefahren habe"


Shell V-Power - so heißt das neue Premium-Benzin, das die Shell & DEA Oil, Hamburg, ab 6. Mai sukzessive an allen Shell Tankstellen einführt. Dieses Benzin ist der einzige bundesweit angebotene Ottokraftstoff mit einer garantierten Oktanzahl von 100. Shell V-Power enthält einen sogenannten "Friction Reducer" eine innovative Komponente, die die Reibung im Bereich des oberen Kolbenringes reduziert. Shell V-Power wird allein in Shell Raffinerien produziert und besteht aus einer Formulation hochwertiger Bestandteile. Der Vorteil für den Autofahrer: V-Power verbessert die Beschleunigungs- und Leistungswerte. Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher stellte anlässlich der Vorstellung des neuen Benzins am 15. April in Berlin fest: "Shell V- Power ist der beste Kraftstoff, den ich je gefahren habe."

Als derzeit einziger Kraftstoff auf dem deutschen Markt garantiert Shell V-Power 100 Oktan. Die Oktanzahl ermöglicht es, die Beschleunigung, das Ansprechverhalten und die Elastizität des Motors positiv zu beeinflussen: Speziell in modernen Fahrzeugen mit Klopfsensor wird das Potential des Motors so besser ausgenutzt und mehr Energie in Antriebskraft umgesetzt. Das Auto wird spritziger.

Reibung kostet Leistung. Im Motor entstehen beim Verbrennungsvorgang Reibungsverluste durch die Kolbenbewegungen im Zylinder, insbesondere im Bereich des oberen Kolbenringes. Das einzigartige Shell V-Power Additivpaket mit der innovativen Komponente, dem "Friction Reducer", ist entwickelt worden, um die Reibung zwischen Kolbenring und Zylinder gezielt zu verringern. Das Ergebnis ist eine deutlich verbesserte Beschleunigung bereits ab der ersten Tankfüllung.

Die positiven Eigenschaften von Shell V-Power ermöglichen im praktischen Fahrbetrieb, je nach Motortyp, bis zu 10 Prozent mehr Leistung und bis zu 5 Prozent mehr Drehmoment: Diese eindrucksvollen Ergebnisse haben die Shell Forscher und Entwickler mit V-Power in Flottentests festgestellt. Shell V-Power ist für alle Ottomotoren geeignet.

Shell Tankstellen-Chef Istvan Kapitany: "Shell V-Power setzt neue Maßstäbe: Das Benzin ist Champagner für den Motor - auch Motoren schätzen einen guten Tropfen. In die Entwicklung von Shell V-Power flossen das gesamte Know-how und die Erfahrung ein, die Shell als exklusiver Kraft- und Schmierstofflieferant des Ferrari-Formel-1-Teams über Jahre gesammelt hat."

Verfasst: Sonntag 1. Juni 2003, 20:16
von beetle24
Moin...
... hatte mich gerade mit dem Thema an anderer Stelle befasst:

Bei den gängigen Serienmotoren der Golfs / Beetles / Passats bringt nach Aussagen von Motorfachleuten ein Spitzenkraftstoff wie Optimax oder V-Power weder mehr Leistung noch weniger Verbrauch, weil die Motore auf normale Superkraftstoff-Qualität ausgelegt sind und mit geringen Abstrichen auch mit Normalbenzin gefahren werden können. Ein Kraftstoff mit z.B. 100 Oktan hat nicht mehr Energieinhalte sondern nur eine erhöhte Klopffestigkeit, die auf Grund der gewählten Motorparameter nicht ausgenutzt werden kann.

FSI-Motore und Hochleistungsmotore von Audi / VW, die im Regelbetrieb mit SuperPlus gefahren werden sollen, liegen mit ihrer Klopfregelung so, dass diese bei der empfohlenden Qualität SuperPlus schon leicht im Eingriff sein können (abhängig von Lastparametern). Eine Erhöhung auf 100 Oktan würde in der Tat ein verbessertes "Leistungsverhalten" zeigen, wie auch immer das physikalisch definiert ist.
Das gilt verstärkt für Motore, die nach Chiptuning mit SuperPlus betrieben werden müssen (z.B. ABT 1,8T).

Um gleich den Diskussionen vorzubeugen: Ein Motor, der für Normalkraftstoff ausgelegt ist, wird weder mit Super, SuperPlus oder V-Powr mehr leistung zeigen.

Die von Shell aufgestellten Behauptungen, V-power würde eine geringere Motorreibung zeigen und sich deshalb günstig auf Verbrauch und Leistung auswirken, wird allgemein mit grösster Zurückhaltung ausgenommen. Shell spricht selbst davon, dass nur die oberen Kolbenringe "besser geschmiert" werden. Jeder Fachmann weiss aber, dass die Reibungsverluste der ersten Ringreihe nicht annähend signifikant sind für die Gesamtverluste der Motormechanik.

Leider habe ich nur sporadiche Erfahrunsgwerte gehört, die so unterschiedlich sind, wie alle gemeldeten Verbräuche, da der Laie im Alltgagbetrieb keine gesicherten, reproduzierbaren Lastfälle vorfindet. Schon geringe Änderungen von Wind, Temperatur, Verkehrsaufkommen , On-Board-Verbraucher und Zuladung
zeigen selbst bei gleicher Kraftstoffsorte immer wieder abweichende Verbrauchswerte.

Wer einen getunten Otto-Beetle fährt ;) kanns ja mal probieren und darüber berichten. Optimax hatte zumindest bei meinem TTR mit 110KW nix gebracht.

Schöne Sommergrüsse
von Manfred24

Verfasst: Freitag 6. Juni 2003, 11:50
von rote Zora
Das schreibt der Spiegel dazu:


Saft des Siegers

Ein teurer Edelsprit von Shell soll Autos spurtstärker machen. Viele Kunden glauben den Unterschied zu spüren. Die Autohersteller bezweifeln den Effekt.

Gewöhnlich hört ein Tankstellenpächter weder Lob noch Tadel über die von ihm vertriebene Ware. Benzin ist Benzin, allenfalls Super.
So nüchtern ist die Welt an der Zapfsäule nun nicht mehr. Shell-Vertreter berichten von verzückten Kunden. "Was ist das? Mein Wagen fliegt auf einmal", schwärmte ein Autofahrer in Hamburg-Altona.

Der Betreffende hatte nicht Normalbenzin getankt, auch nicht Super oder Super Plus, sondern ein Raffinat, das der Mineralölkonzern Shell, Sponsor und Kraftstofflieferant des Ferrari-Rennstalls, zusammen mit dem Formel-1-Weltmeisterteam entwickelt hat. Seit Anfang Mai wird es unter der Bezeichnung "V-Power" verabreicht. Das "V" steht für "Victory".

Am Saft der Siegermarke sollen nun auch Durchschnittsautos erstarken. "Tanken Sie ein neues Fahrgefühl", empfiehlt der Prospekt und verrät auch gleich die scheinbar simple Algebra zusätzlich erschließbarer Pferdestärken: "Je höher die Oktanzahl, desto höher die Klopffestigkeit und desto besser die Leistung."

Als erster Kraftstoff auf dem deutschen Markt hat "V-Power" 100 Oktan, zwei mehr als handelsübliches Super Plus und fünf mehr als Super. Die Oktanzahl sagt etwas über die Kohlenwasserstoffverbindungen im Kraftstoff aus. Bei hochoktanigen Benzinen sind diese Molekülketten besonders verzweigt. Dadurch fangen sie nicht so leicht Feuer, brennen dann aber mit Wucht ab - ähnlich wie ein Wollknäuel im Vergleich zu einem langen Faden.

Ist der Oktanwert für einen bestimmten Motor zu niedrig, entflammt der Kraftstoff schon während des Verdichtungsvorgangs vor der geplanten Zündung; die Flammfront schlägt gegen den noch aufwärts strebenden Kolben. Dieses "Klopfen" kann im schlimmsten Fall den Motor zerstören.

Motoren, die höheroktanige Kraftstoffe verbrennen, können dagegen gefahrlos höher verdichten und entsprechend mehr leisten als andere Aggregate.

Ein Problem allerdings wirft der neue Power-Saft von Shell auf: Einen Motor, der für "V-Power" entwickelt worden wäre, gibt es nicht. Allein die Verabreichung besserer Raffinate aber gibt einem Motor noch nicht mehr Kraft. Das, erklärt etwa Porsche-Motorenentwickler Heinz-Jakob Neußer, "ist physikalisch unmöglich". Für Porsche-Fahrzeuge, die auf Super Plus abgestimmt sind, sei "das Potenzial von Shell ,V-Power' unter normalen Bedingungen nicht erschließbar".

Rätselhaft erscheinen da die Erfahrungen mancher Shell-Kunden - ebenso wie die Versprechungen des Mineralölkonzerns: "Shell V-Power steigert die Beschleunigung um bis zu zehn Prozent", verheißt der Werbeprospekt.

Die Aussage bezieht sich auf einen Flottenversuch, den Shell-Forscher auf dem Prüfstand vorgenommen haben wollen. 35 verschiedene Pkw mit unterschiedlichen Kilometerleistungen seien dem Test unterzogen worden, manche ohne erkennbare Verbesserung, manche mit den besagten zehn Prozent.

Shell-Forscher Gerd Hagenow erklärt sich das Phänomen so: Manche der älteren Motoren haben Kohleablagerungen auf den Kolben und dadurch eine höhere Verdichtung als ursprünglich vom Hersteller beabsichtigt. Diese profitieren dann von der höheren Oktanzahl.

An Porsche-Motoren, sagt Neußer, ist ein solches Phänomen unbekannt. Dort beobachte er lediglich zuweilen eine "Schwarzverfärbung" auf den Kolben, jedoch keine Verkokungen, die die Verdichtung erhöhen könnten.

Auch andere Autokonzerne, die Shell ursprünglich als Werbepartner ins Boot holen wollte, zeigen sich skeptisch: Mercedes würde sich eher besseren Kraftstoff zur Emissions- und Verbrauchssenkung wünschen. "Power machen wir selber", sagt ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns. VW sieht in "V-Power" eher einen "Marketing-Trick".

Der aber funktioniert offenbar gut. Gewöhnlich tanken vier bis fünf Prozent aller Autofahrer Super Plus. Nach ersten Rückmeldungen der Zapfstationen liegt der Anteil von "V-Power" laut Shell-Sprecher Klaus Picard bei zehn Prozent, und das, obgleich der Liter des Edel-Raffinats 13 Cent teurer ist als der von Superbenzin.

In Italien entscheiden sich sogar 20 Prozent der Shell-Kunden für "V-Power". Es wird dort seit etwa zwei Jahren angeboten, hat (wie deutsches Super Plus) 98 Oktan und kostet 15 Cent mehr als Super.

Südlich der Alpen greift vor allem der "Ferrari-Effekt" (Picard); in Deutschland wird stärker auf den Ferrari-Piloten Michael Schumacher gesetzt. Der "V-Power"-Prospekt zeigt den Weltmeister in Siegerpose, daneben das sachlich und sprachlich nicht ganz klopffeste Zitat: "Shell V-Power ist der beste Kraftstoff, den ich je gefahren habe."

Schumi fuhr durchaus schon mit Raffinaten, die pro Liter über 300 Mark kosteten. Anfang der Neunziger mixten die Lieferanten der Formel-1-Teams gehaltvollste Zaubertränke aus komplexen Kohlenwasserstoff-Ketten, so genannten Norbornan-Dien-Synthesen, bis das Reglement den Chemikern klare Grenzen setzte.

Inzwischen darf sich Formel-1-Kraftstoff (maximal 102 Oktan) nur noch in Nuancen von handelsüblichem Benzin unterscheiden. Manche Additive aus der "V-Power"-Mixtur, etwa zur Reinigung der Ventile, werden dem Formel-1-Kraftstoff nicht beigemischt. "Rennmotoren", sagt Shell-Forscher Hagenow, "brauchen das gar nicht."




Quelle: Spiegel.de

Verfasst: Mittwoch 11. Juni 2003, 10:30
von Roman
FSI-Motore und Hochleistungsmotore von Audi / VW, die im Regelbetrieb mit SuperPlus gefahren werden sollen, liegen mit ihrer Klopfregelung so, dass diese bei der empfohlenden Qualität SuperPlus schon leicht im Eingriff sein können (abhängig von Lastparametern). Eine Erhöhung auf 100 Oktan würde in der Tat ein verbessertes "Leistungsverhalten" zeigen, wie auch immer das physikalisch definiert ist.
Das gilt verstärkt für Motore, die nach Chiptuning mit SuperPlus betrieben werden müssen (z.B. ABT 1,8T).


Hallo
Manfred
habe ich es richtig verstanden, demnach müsste der V5 2.3l Beetle die 100 Oktan besser vertragen, oder?

Verfasst: Mittwoch 11. Juni 2003, 12:10
von Yellowbug
Also Freunde,

mein 2,0er bekommt weiterhin das "stinknormale" Benzin Bleifrei (noch nicht mal super) und damit fahre ich ganz gut.

So um die 15 cent pro Liter (sind in alter Währung immerhin rund 30 Pfennige) halte ich doch für stark übertrieben. Da stimmen (für mich) Preis / Leistung nicht überein.

:cry:

mach ich nicht mit

Verfasst: Mittwoch 11. Juni 2003, 13:12
von Highlander
Hallo zusammen,

ich habe mal versucht, einen Unterschied fest zu stellen, ob ich Normal oder Super fahre beim 1.8T.

Mhmmm, also ich habe nichts festgestellt, ob beim beschleunigen
oder beim bremsen :wink: :wink: :wink:

Wenn ich keine Volllast fahre auf der Autobahn, reicht der normale auch aus. Das er damit mehr verbraucht, kann ich auch nicht bestätigen.

Ich brauch die 100 Oktan nicht.

Das macht "gar Nixxxxxxx" das Benzin ausser.....

Verfasst: Mittwoch 11. Juni 2003, 16:44
von Blackeightball
ein flacheres Portemonai.

Die spinnen die Muscheln :lol: :lol: :lol:

Ach meinen Fischen und Pferden hats nur ÄGGER gebracht :oops: :oops: :oops:



Nicht wiklich :D :D :D

Mein schwarzer bekommt weiterhin das Super Benzin.

Alles Runde
Hans-Jürgen und Steffi (HJinBlack 8) )
Bild

Verfasst: Donnerstag 12. Juni 2003, 08:03
von rote Zora
Also, wir tanken seit eh und ja Normal-Benzin und alles ist prima. :D

Redbug verbraucht zwischen 8 und 10 Liter und läuft und läuft und läuft..... Bild


Ein Urlaubslangzeittest (4 Wochen), in dem wir nur Super getankt haben, hat folgendes Ergebnis erbracht.

Es hat sich NIXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX geändert ausser die dicke des Portemonais. :shock:


Warum sollen wir also so blöd sein und noch mehr Geld ausgeben wenn es nichts bringt? Bild

Verfasst: Montag 23. Juni 2003, 11:45
von rote Zora
V-Power von Shell kann Betriebserlaubnis kosten

Ein neuer Edelsprit sorgt derzeit für Erfolge: Der von Shell eingeführte Superkraftstoff V-Power ist zwar teurer als herkömmliche Sorten, dafür aber beliebt. Doch Vorsicht: Der neue Kraftstoff kann die Betriebserlaubnis kosten.
Der vor wenigen Wochen eingeführte Superkraftstoff V-Power von Shell macht auf Anhieb zehn Prozent des gesamten Autobenzinabsatzes des Herstellers aus, wie Shell-Sprecher Rainer Winzenried mitteilte. Kritiker des Kraftstoffes bezweifeln, dass V-Power tatsächlich zu mehr Motorleistung führt. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) warnte unterdessen vor "Tuning" mit dem neuen Sprit.

V-Power besteht aus Kraftstoff der Qualität Super Plus, hat aber zusätzliche Additive, die den Motor laut Shell sauberer laufen lassen und bis zu zehn Prozent mehr Leistung bringen können. Laut Shell hat das neuen Benzin eine Oktanzahl von 100, während Super Plus auf 99 kommt. Die Oktanzahl beschreibt die Klopffestigkeit eines Motors, verspricht aber auch mehr Leistung.

V-Power ist fast zehn Cent pro Liter teurer als die Konkurrenzqualitäten. Für Shell hat sich V-Power nach eigenen Angaben zu einem guten Geschäft entwickelt: Außer an dem höheren Marktanteil verdient das Unternehmen noch zusätzlich an der deutlich höheren Marge. Laut Sprecher haben die Tankstellenpächter einen großen Anteil an dem Erfolg, weil sie zahlreiche Autofahrer davon überzeugt hätten, das teurere Benzin zu tanken.

Der AvD kommt dagegen nach einer Untersuchung der Werbeversprechen von Shell zu dem Ergebnis, dass die verheißene Leistungssteigerung von zehn Prozent die Autofahrer teuer zu stehen kommen kann. Denn in dem Fall könnten die Autos, bei denen die Leistung wirklich um zehn Prozent gesteigert werde, ihre Betriebserlaubnis verlieren, wenn die Leistungssteigerung nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen werde.


Kunden sollten sich genau informieren

AvD-Sprecher Jochen Hövekenmeier fasst die Ergebnisse der Untersuchung, an der sich Experten aus den Bereichen Verkehrsrecht und Verbraucherschutz des Automobilklubs beteiligt hatten, mit folgenden Worten zusammen: "Shell hat eine klare Werbeaussage für sein neues Produkt 'V-Power' getroffen, die lautet: 'Bis zu zehn Prozent mehr Leistung'. Sollte dieser Leistungszuwachs nicht eintreten, dann wurden die Kunden getäuscht, die pro Tankfüllung im Durchschnitt fünf Euro mehr bezahlen mussten. Tritt die versprochene Steigerung der Motorleistung allerdings tatsächlich ein, dann ist das Problem viel größer: Wenn ein Auto mit 100 PS dann plötzlich 110 PS Motorleistung hat, dann liegt dies oberhalb der Toleranzgrenze von fünf Prozent und damit ist die komplette Betriebserlaubnis dieses Fahrzeugs in Gefahr."

Unabhängig davon, dass der neue Kraftstoff "unverschämt teuer" sei, sollten sich die Kunden vor dem Tanken genau informieren, wie groß die Leistungssteigerung bei ihrem eigenen Fahrzeug sein könne, empfahl der AvD-Sprecher weiter. Bislang sei noch nicht geklärt, ob es möglich sei, eine Leistungssteigerung durch einen nach DIN zugelassenen Kraftstoff in den Fahrzeugpapieren eintragen zu lassen.




Quelle: rp-online

Shell V - Power

Verfasst: Montag 23. Juni 2003, 20:21
von AxelSBR
Hallo Leute

letzte Woche habe ich es getan und als Selbstversuch mal für 10€ V-Power getankt und ich stellte eine positive Veränderung an meiner Kugel fest. :)

Sie war besser im Anzug von unten heraus und auch auf der Landstrasse beim überholen war ein positiver Effekt zu merken, ABER 10% ich weiss nicht???????

Auf jeden Fall habe ich den "negativen" Unterschied auch wieder festgestellt nachdem ich gestern wieder den Tank mit Normalbenzin gefüllt hatte.

Was aber der AVD zu diesem Benzin sagt ist schon ein bißchen zu hoch gegriffen finde ich.

MFG AxelSbr

Verfasst: Freitag 25. Juli 2003, 10:48
von rote Zora
Jetzt ist es also bewiesen :!:


ADAC: Shells V-Power-Kraftstoff enttäuscht

Bild


Der von Shell mit viel Aufwand auf den Markt gebrachte Super-Plus-Kraftstoff V-Power hält nicht, was er verspricht. In einem umfangreichen Test an vier Fahrzeugen konnte der ADAC keine signifikante Leistungssteigerung nachweisen.
Der Autoclub hatte den neuen Super-Sprit an den Fahrzeugen VW Golf 1.4 16V, BMW 316i, Audi A3 2.0 FSI und Porsche Boxster erprobt. Die Werbeaussagen des Herstellers, in denen eine zehnprozentige Leistungssteigerung in Aussicht gestellt wird, konnten die ADAC-Tester nicht bestätigen.

Lediglich bei Golf und Porsche konnten minimale Verbesserungen festgestellt werden, die allerdings mit maximal zwei Prozent im statistisch nicht verwertbaren Messtoleranzbereich lagen. Beim "Überholen" konnte eine ebenso irrelevante einprozentige Verschlechterung bei BMW und Audi gemessen werden. Die ADAC-Tester konnten demnach trotz des 100-Oktan-Potenzials keine spürbar verbesserte Beschleunigung und kein schnelleres Ansprechen des Motors durch den "Shell V-Power" feststellen.

Für die weitaus meisten Autofahrer, deren Fahrzeuge auf höchstens 98 Oktan ausgelegt sind, bringt der neue Kraftstoff trotz des Preisaufschlags bis zu 13 Cent pro Liter keinen Vorteil.

Der Verlust der Betriebserlaubnis muss beim Tanken von Shell V-Power entgegen anders lautender Meldungen allerdings nicht befürchtet werden. Die Betriebserlaubnis erlischt erst dann, wenn durch technische Änderungen Leistungssteigerungen vorgenommen werden und keine Änderungsabnahme durch den TÜV erfolgt.


Quelle: rp-online